Was die Wohngeld-Tabelle 2026 dir sagt
Die Wohngeld-Tabelle 2026 basiert auf dem Wohngeldgesetz (WoGG) in der Fassung der Wohngeld-Plus-Reform von 2023. Sie zeigt dir, welche Miete das Wohngeldamt für deine Haushaltsgröße und deinen Wohnort maximal anrechnet — die sogenannte Mietenobergrenze. Liegt deine tatsächliche Bruttokaltmiete darunter, wird die echte Miete angesetzt. Liegt sie darüber, zählt nur die Obergrenze aus der Tabelle.
Entscheidend für die Tabelle ist deine Mietenstufe — sie beschreibt das lokale Mietpreisniveau deiner Gemeinde. Deutschland ist seit der Wohngeld-Plus-Reform in sieben Stufen (I bis VII) eingeteilt. Je höher die Stufe, desto teurer die Region und desto großzügiger die anrechenbare Miete.
In diesem Artikel findest du die vollständige Tabelle mit Mietenobergrenzen, 5 Berechnungsbeispiele mit echten Städten und einen Jahresvergleich 2024 vs. 2025 vs. 2026. Wenn du schnell ausrechnen willst, was dir zusteht, nutze direkt den Wohngeld-Assistenten — der übernimmt alle Rechenschritte automatisch.
Mietenstufen I–VII: Was bestimmt deine Stufe?
Die Mietenstufe deiner Gemeinde wird durch das Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen (BMWSB) festgelegt und regelmäßig aktualisiert. Grundlage ist das lokale Mietpreisniveau im Vergleich zum Bundesdurchschnitt. Die rechtliche Basis findet sich in § 12 WoGG in Verbindung mit Anlage 1 zum Wohngeldgesetz.
Welche Faktoren bestimmen die Stufe?
- Wohnort (Gemeinde): Die Mietenstufe ist an die politische Gemeinde gebunden — nicht an den Stadtbezirk oder die Postleitzahl. Eine Gemeinde kann nur eine Stufe haben.
- Lokales Mietpreisniveau: Grundlage sind die örtlichen Mietspiegel und die durchschnittlichen Wohnkosten im Vergleich zum gesamtdeutschen Mittel.
- Haushaltsgröße: Die Mietenobergrenze steigt mit jeder weiteren Person im Haushalt — mehr Personen brauchen mehr Wohnfläche und zahlen deshalb mehr Miete.
Die Stufen bedeuten vereinfacht:
- Stufe I: Sehr niedrige Mieten, ländliche Regionen Ostdeutschlands (z. B. Teile Brandenburgs, Sachsen-Anhalts)
- Stufe II: Niedrige Mieten, Kleinstädte in strukturschwachen Regionen
- Stufe III: Mittleres Mietpreisniveau, viele mittelgroße westdeutsche Städte
- Stufe IV: Überdurchschnittliche Mieten, Großstädte und Ballungsräume
- Stufe V: Hohe Mieten, attraktive Großstädte wie Düsseldorf, Stuttgart, Hamburg (Teile)
- Stufe VI: Sehr hohe Mieten, München und Teile des Münchner Umlands
- Stufe VII: Höchste Mieten in Deutschland, bisher nur wenige Gemeinden in Bayern (neu seit 2023)
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WoGG § 12 Anlage 1: Mietenobergrenze-Tabelle 2026
Die folgende Tabelle zeigt die monatlichen Mietenobergrenzen in Euro nach Haushaltsgröße und Mietenstufe gemäß § 12 WoGG, Anlage 1 in der geltenden Fassung für 2026. Diese Beträge gelten für die Bruttokaltmiete (ohne Heizkosten).
| Haushaltsgröße | Stufe I | Stufe II | Stufe III | Stufe IV | Stufe V | Stufe VI | Stufe VII |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 1 Person | 392 € | 448 € | 504 € | 560 € | 616 € | 700 € | 784 € |
| 2 Personen | 476 € | 546 € | 616 € | 686 € | 756 € | 854 € | 952 € |
| 3 Personen | 560 € | 644 € | 728 € | 812 € | 896 € | 1.008 € | 1.120 € |
| 4 Personen | 644 € | 742 € | 840 € | 938 € | 1.036 € | 1.162 € | 1.288 € |
| 5 Personen | 728 € | 840 € | 952 € | 1.064 € | 1.176 € | 1.316 € | 1.456 € |
| 6 Personen | 812 € | 938 € | 1.064 € | 1.190 € | 1.316 € | 1.470 € | 1.624 € |
| 7 Personen | 896 € | 1.036 € | 1.176 € | 1.316 € | 1.456 € | 1.624 € | 1.792 € |
| jede weitere Person | +84 € | +98 € | +112 € | +126 € | +140 € | +154 € | +168 € |
Hinweis: Dies sind die anrechenbaren Mietenobergrenzen für die Wohngeldberechnung. Liegt deine tatsächliche Bruttokaltmiete darunter, wird deine echte Miete in die Berechnung eingesetzt. Der Heizkostenzuschuss wird separat berechnet und addiert (siehe unten).
Mietenstufen der größten deutschen Städte
Die vollständige Liste aller Gemeinden mit ihrer Mietenstufe findest du auf der Website des BMWSB unter bmwsb.bund.de (Suche: "Mietenstufen Wohngeld"). Hier die Mietenstufen der größten deutschen Städte im Überblick:
| Stadt | Mietenstufe | Einordnung |
|---|---|---|
| München | VII | höchste Mieten bundesweit |
| Frankfurt am Main | VI | sehr hohes Mietniveau |
| Hamburg | V | hohes Mietniveau |
| Berlin | IV | überdurchschnittlich |
| Düsseldorf | V | hohes Mietniveau |
| Stuttgart | VI | sehr hohes Mietniveau |
| Köln | V | hohes Mietniveau |
| Leipzig | III | mittleres Mietniveau |
| Dresden | III | mittleres Mietniveau |
| Hannover | IV | überdurchschnittlich |
| Bremen | III | mittleres Mietniveau |
| Nürnberg | IV | überdurchschnittlich |
| Dortmund | III | mittleres Mietniveau |
| Cottbus | II | niedriges Mietniveau |
| Erfurt | III | mittleres Mietniveau |
| Rostock | III | mittleres Mietniveau |
Deine Stadt ist nicht dabei? Die offizielle Suche des BMWSB listet alle rund 11.000 Gemeinden in Deutschland. Gib einfach deinen Wohnort ein und du siehst sofort deine Mietenstufe. Die Mietenstufe wird bei jeder größeren Wohngeldreform aktualisiert.
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5 Berechnungsbeispiele mit echten Tabellenwerten
Die folgenden Beispiele zeigen, wie die Wohngeld-Tabelle in der Praxis funktioniert. Alle Werte basieren auf der Tabelle oben und den Einkommensgrenzen gemäß WoGG 2026.
Beispiel 1: Single in Berlin (Mietenstufe IV)
Lena, 34, lebt allein in Berlin-Neukölln und zahlt 680 € Bruttokaltmiete. Sie arbeitet Teilzeit und hat ein anrechenbares Monatseinkommen von 1.050 €.
- Mietenstufe: IV (Berlin)
- Haushaltsgröße: 1 Person
- Mietenobergrenze laut Tabelle: 560 €
- Angesetzte Miete: 560 € (da 680 € > Obergrenze)
- Anrechenbares Einkommen: 1.050 €
- Geschätztes Wohngeld: ca. 170–195 € pro Monat
Lena bekommt Wohngeld, obwohl ihre Miete über der Obergrenze liegt — es wird einfach nur der Tabellenwert angesetzt. Zusätzlich erhält sie den Heizkostenzuschuss.
Beispiel 2: Paar in München (Mietenstufe VII)
Michael und Sabine, beide Rentner, leben in München und zahlen gemeinsam 1.100 € Bruttokaltmiete. Ihr gemeinsames anrechenbares Einkommen liegt bei 1.600 €.
- Mietenstufe: VII (München)
- Haushaltsgröße: 2 Personen
- Mietenobergrenze laut Tabelle: 952 €
- Angesetzte Miete: 952 € (da 1.100 € > Obergrenze)
- Anrechenbares Einkommen: 1.600 €
- Geschätztes Wohngeld: ca. 215–250 € pro Monat
Trotz der hohen Münchner Mieten kann das Paar von der hohen Mietenobergrenze in Stufe VII profitieren. Durch die Wohngeld-Plus-Reform 2023 wurde Stufe VII erst eingeführt — vorher hätte München in Stufe VI gelegen mit niedrigerer Obergrenze.
Beispiel 3: Familie mit 3 Kindern in Hamburg (Mietenstufe V)
Familie Özdemir besteht aus 2 Elternteilen und 3 Kindern (5 Personen). Sie wohnen in Hamburg-Bergedorf und zahlen 1.250 € Bruttokaltmiete. Das gemeinsame anrechenbare Einkommen beträgt 2.200 €.
- Mietenstufe: V (Hamburg)
- Haushaltsgröße: 5 Personen
- Mietenobergrenze laut Tabelle: 1.176 €
- Angesetzte Miete: 1.176 € (da 1.250 € > Obergrenze)
- Anrechenbares Einkommen: 2.200 €
- Geschätztes Wohngeld: ca. 285–320 € pro Monat
Bei einer 5-köpfigen Familie steigen sowohl die anerkannte Miete als auch die Einkommensgrenzen erheblich. Familien profitieren bei der Wohngeld-Plus-Reform besonders, da pro Haushaltsmitglied ein Klimakomponenten-Zuschlag eingebaut wurde.
Beispiel 4: Rentner in Cottbus (Mietenstufe II)
Herbert, 72, lebt allein in Cottbus und zahlt 420 € Bruttokaltmiete. Seine Rente führt nach allen Abzügen zu einem anrechenbaren Einkommen von 850 €.
- Mietenstufe: II (Cottbus)
- Haushaltsgröße: 1 Person
- Mietenobergrenze laut Tabelle: 448 €
- Angesetzte Miete: 420 € (da 420 € < Obergrenze)
- Anrechenbares Einkommen: 850 €
- Geschätztes Wohngeld: ca. 155–185 € pro Monat
Da Herberts tatsächliche Miete unter der Obergrenze liegt, wird seine echte Miete angesetzt — ein Vorteil gegenüber Städten mit höherem Mietpreisniveau. Rentner mit kleinen Renten zählen zu den wichtigsten Wohngeld-Empfängergruppen. Mehr dazu: Wohngeld für Rentner.
Beispiel 5: Alleinerziehend in Köln (Mietenstufe V)
Sandra, 38, lebt allein mit ihrer 10-jährigen Tochter in Köln-Ehrenfeld. Sie zahlt 820 € Bruttokaltmiete und hat ein anrechenbares Einkommen von 1.350 €.
- Mietenstufe: V (Köln)
- Haushaltsgröße: 2 Personen
- Mietenobergrenze laut Tabelle: 756 €
- Angesetzte Miete: 756 € (da 820 € > Obergrenze)
- Anrechenbares Einkommen: 1.350 €
- Geschätztes Wohngeld: ca. 175–205 € pro Monat
Alleinerziehende können beim Wohngeld einen Freibetrag geltend machen, der das anrechenbare Einkommen reduziert. Das erhöht den Wohngeldbetrag oder eröffnet erst den Anspruch. Sandras tatsächliches Bruttoeinkommen könnte also höher liegen als die 1.350 €, die angerechnet werden.
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Jahresvergleich: Wohngeld 2024 vs. 2025 vs. 2026
Die Wohngeld-Plus-Reform trat am 1. Januar 2023 in Kraft und hat die Leistung grundlegend verändert. Hier der Überblick, was sich seitdem getan hat:
| Merkmal | Vor 2023 (alt) | 2024 | 2025 | 2026 |
|---|---|---|---|---|
| Mietenstufen | I–VI | I–VII | I–VII | I–VII |
| Empfänger (geschätzt) | ~600.000 | ~1,4 Mio. | ~1,4 Mio. | ~1,4 Mio. |
| Ø Wohngeld Single | ca. 130 € | ca. 190 € | ca. 195 € | ca. 195 € |
| Ø Wohngeld 4-Personen-HH | ca. 210 € | ca. 370 € | ca. 380 € | ca. 380 € |
| Klimakomponente | nein | ja (eingebaut) | ja | ja |
| Heizkostenzuschuss | Sonderregelung | dauerhaft integriert | dauerhaft integriert | dauerhaft integriert |
| Einkommensgrenze (1 Pers.) | ca. 1.400 € | ca. 1.800 € | ca. 1.800 € | ca. 1.800 € |
| Dynamische Anpassung | nein | alle 2 Jahre geplant | alle 2 Jahre geplant | alle 2 Jahre geplant |
Was hat die Wohngeld-Plus-Reform konkret gebracht?
Die Reform von 2023 war die umfangreichste Verbesserung des Wohngeldes seit Jahrzehnten. Die wichtigsten Neuerungen:
- Neue Mietenstufe VII: Hochpreisige Gemeinden (vor allem in Bayern) wurden aus Stufe VI herausgelöst und bekommen deutlich höhere Mietenobergrenzen.
- Klimakomponente: Für energetisch sanierte Gebäude und Neubauten sind höhere Mietenobergrenzen möglich. Die Klimakomponente ist in die Grundberechnung integriert und muss nicht gesondert beantragt werden.
- Heizkostenzuschuss dauerhaft: Was 2022 als Einmalzahlung begann, ist seit 2023 dauerhaft in das Wohngeld integriert. Heizkosten werden in Form eines Zuschlags auf die Grundleistung angerechnet.
- Höhere Einkommensgrenzen: Durch die Anhebung der Grenzen kommen nun auch Haushalte mit mittlerem Einkommen in den Genuss von Wohngeld, die vorher herausfielen.
Für 2025 und 2026 sind keine weiteren Strukturreformen geplant. Die Tabellenwerte und Einkommensgrenzen bleiben stabil — bis zur nächsten geplanten regulären Anpassung.
Heizkostenzuschuss: Wie er in die Tabelle eingerechnet wird
Der Heizkostenzuschuss ist seit der Wohngeld-Plus-Reform 2023 kein separater Antrag mehr, sondern Teil des regulären Wohngeldes. Er wird automatisch berücksichtigt, wenn du Wohngeld beantragst.
Der Heizkostenzuschuss erhöht den monatlichen Wohngeldbetrag pauschal. Die Höhe richtet sich nach der Haushaltsgröße:
| Haushaltsgröße | Heizkostenzuschuss (monatlich) |
|---|---|
| 1 Person | ca. 14,90 € |
| 2 Personen | ca. 18,60 € |
| 3 Personen | ca. 22,30 € |
| 4 Personen | ca. 26,00 € |
| 5 Personen | ca. 29,70 € |
| jede weitere Person | ca. +3,70 € |
Wichtig: Der Heizkostenzuschuss wird auf den Grundbetrag addiert, den du nach der Einkommens- und Miettabelle ermittelst. Du musst ihn nicht gesondert beantragen oder ausweisen — das Wohngeldamt rechnet ihn automatisch ein.
Deine tatsächlichen Heizkosten sind dabei unerheblich. Der Zuschuss ist pauschaliert — egal ob du mit Fernwärme, Gas oder Öl heizt. Wer sehr hohe Heizkosten hat (z. B. schlecht gedämmte Altbauwohnung), sollte prüfen, ob zusätzlich ein Lastenzuschuss oder andere Förderungen in Frage kommen.
So findest du die Mietenstufe deines Wohnorts
Die Mietenstufe ist nicht auf Anhieb bekannt — sie wird selten kommuniziert und findet sich weder auf dem Mietvertrag noch auf der Gemeinde-Website. So findest du sie:
- BMWSB-Seite: Auf bmwsb.bund.de findest du eine Übersicht mit allen Gemeinden und ihren Mietenstufen. Suche nach "Wohngeld Mietenstufen 2023".
- Wohngeldamt anfragen: Jedes lokale Wohngeldamt (meist beim Wohnungsamt oder Sozialamt der Gemeinde) kann dir deine Mietenstufe nennen.
- Wohngeld-Assistent: Der Wohngeld-Assistent ermittelt deine Mietenstufe automatisch nach Eingabe deiner Postleitzahl und berechnet direkt den Wohngeldbetrag.
Kleiner Tipp: In manchen Bundesländern haben einzelne Stadtteile einer Großstadt unterschiedliche Mietenstufen — das ist jedoch die Ausnahme. In der Regel gilt eine Mietenstufe für die gesamte politische Gemeinde.
Gib einfach deine Postleitzahl ein und erhalte sofort deine Mietenstufe und den Wohngeldbetrag → zum Wohngeld-Assistenten
Wohngeld beantragen: Nächste Schritte
Die Tabelle hat dir gezeigt, dass du Wohngeld bekommen könntest? Dann sind das die nächsten Schritte:
- Anspruch prüfen: Nutze den Wohngeld-Rechner, um schnell zu sehen, ob ein Antrag sinnvoll ist.
- Antrag stellen: Zuständig ist das Wohngeldamt deiner Gemeinde. In vielen Städten ist das Online-Beantragen möglich. Details dazu: Schritt-für-Schritt-Anleitung zum Wohngeld beantragen.
- Unterlagen zusammenstellen: Du brauchst Einkommensnachweise, Mietvertrag und Meldebescheinigung. Die vollständige Liste findest du im Artikel Wohngeld beantragen.
- Wohngeld nach Bundesland: Manche Bundesländer haben eigene Regelungen oder Zusatzleistungen. Mehr dazu: Wohngeld-Rechner nach Bundesland.
Häufige Fragen zur Wohngeld-Tabelle 2026
Was bedeutet die Mietenobergrenze genau?
Die Mietenobergrenze ist der maximale Mietbetrag, den das Wohngeldamt in die Berechnung einfließen lässt. Liegt deine tatsächliche Miete darunter, wird deine echte Miete angesetzt. Liegt sie darüber, wird nur die Obergrenze aus der Tabelle angesetzt — die Differenz musst du selbst tragen, ohne dass sie dir beim Wohngeld hilft.
Enthält die Mietenobergrenze Betriebskosten?
Nein. Die Mietenobergrenze bezieht sich auf die Bruttokaltmiete — also Grundmiete plus kalte Betriebskosten wie Müllgebühren, Treppenhausreinigung, Hausmeister. Heizkosten sind ausgenommen und werden über den separaten Heizkostenzuschuss berücksichtigt. Warme Betriebskosten (Heizung, Warmwasser) müssen bei der Angabe der Miete herausgerechnet werden.
Kann sich meine Mietenstufe ändern?
Ja, aber selten. Das Bundesministerium überprüft die Mietenstufen bei jeder Wohngeldreform (in der Regel alle 2 Jahre). Gemeinden können hoch- oder heruntergestuft werden, wenn sich ihr Mietpreisniveau im Vergleich zum Bundesdurchschnitt deutlich verändert hat. Du solltest deshalb bei jedem neuen Antrag prüfen, ob deine Gemeinde noch die gleiche Mietenstufe hat.
Gilt die Tabelle auch für Eigenheimer?
Nein. Eigentümer eines selbst genutzten Hauses oder einer Eigentumswohnung beantragen nicht das normale Wohngeld (Mietzuschuss), sondern den sogenannten Lastenzuschuss. Dieser funktioniert nach einem ähnlichen Prinzip, berücksichtigt aber statt der Miete die Belastung durch Hypothek, Zinsen und laufende Kosten. Die Tabellenwerte sind dabei ähnlich aufgebaut.
Was zählt als anrechenbares Einkommen?
Das anrechenbare Einkommen ist deutlich niedriger als dein Bruttolohn. Es wird folgendermaßen berechnet: Bruttoeinkommen abzüglich Werbungskostenpauschale abzüglich Sozialversicherungspauschale (je nach Beschäftigungsstatus 10, 20 oder 30 Prozent) abzüglich weiterer Freibeträge (z. B. für Schwerbehinderte, Alleinerziehende, Kinder). Das Ergebnis kann deutlich unter dem Nettolohn liegen.
Kann ich Wohngeld rückwirkend bekommen?
Wohngeld wird nicht rückwirkend gezahlt. Es wird frühestens ab dem Monat der Antragstellung gewährt. Wenn du glaubst, Anspruch zu haben, lohnt es sich, den Antrag so schnell wie möglich zu stellen — selbst wenn du noch nicht alle Unterlagen beisammen hast. Das Datum der Antragstellung gilt, die Unterlagen können nachgereicht werden.
Wie lange gilt der Wohngeldbescheid?
Wohngeld wird in der Regel für 12 Monate bewilligt. Danach musst du einen neuen Antrag stellen. Du erhältst rechtzeitig vor Ablauf des Bewilligungszeitraums eine Aufforderung vom Wohngeldamt. Wichtig: Ändern sich dein Einkommen oder deine Miete wesentlich, bist du verpflichtet, das Wohngeldamt zu informieren.
Was passiert, wenn ich die Einkommensgrenze nur knapp überschreite?
Dann bekommst du kein Wohngeld. Es gibt keine Übergangsregelung oder abgestufte Leistung bei Überschreitung. Allerdings lohnt es sich, das Einkommen genau zu prüfen: Viele Antragsteller unterschätzen die abzugsfähigen Freibeträge und geben zu hohes anrechenbares Einkommen an. Der Wohngeld-Assistent hilft dir, alle Freibeträge korrekt anzuwenden.
Zählen Kinder-Wohngeld-Antragsteller mit ihrer Kindergeldeinnahme?
Kindergeld ist grundsätzlich von der Einkommensanrechnung ausgenommen und wird beim Wohngeld nicht als Einkommen gewertet. Dasselbe gilt für bestimmte andere Leistungen wie das Elterngeld bis zu einem bestimmten Betrag. Sozialleistungen wie Bürgergeld oder Sozialgeld werden hingegen zumindest teilweise angerechnet. Die genauen Regeln erklärt das Wohngeldamt im Beratungsgespräch oder du fragst direkt beim Wohngeld-Assistenten.
Zusammenfassung: Das Wichtigste zur Wohngeld-Tabelle 2026
- Die Wohngeld-Tabelle 2026 zeigt die Mietenobergrenzen nach Mietenstufe (I–VII) und Haushaltsgröße.
- Deutschland hat seit der Wohngeld-Plus-Reform 2023 sieben Mietenstufen — Stufe VII für hochpreisige Regionen wie München ist neu.
- Die Mietenobergrenzen reichen von 392 € (1 Person, Stufe I) bis 1.792 € (7 Personen, Stufe VII).
- Der Heizkostenzuschuss ist seit 2023 automatisch im Wohngeld enthalten und muss nicht gesondert beantragt werden.
- Wohngeld wird nicht rückwirkend gewährt — stell den Antrag so früh wie möglich.
- Mit dem Wohngeld-Assistenten kannst du in wenigen Minuten ausrechnen, ob und wie viel Wohngeld du bekommst.



